sagte ihr: sie befinde sich in den Stricken eines gefährli-chen Menschen, der nichts Gutes mit ihr im Sinne habe;aber sie solle sich mit Vertrauen in meine Arme werfen;ich würde sie rette». —
Die Alte rang staunend die Hände. Nosalic stürzteschluchzend vor mir auf die Knie. Der Graf von Wart-stein, den die Gouvernante seit langer Zeit kannte, nahmjetzt das Wort, und erklärte sich für mich als Bürge, daßich ein Mann scp, auf den man sich verlassen könne. Ichmachte ihr den Antrag, Rosalicn hierher zu begleiten, undverstand mich zu vorthcilhaftcrn Bedingungen, als sie beidem Ritter gehabt hatte. Sie entschloß sich ohne langesBedenken. Wir setzten die nächste Nacht zur Abreise fest,und ich übergab ihr eine Summe Geld, um Nosalien mitden nöthigstcn Kleidern zu versehen; denn ich verlangtesic solle jeden Faden, den ihr der Ritter geschenkt hatte,zurücklasseu.
Als alles Nöthigc nach meinem Wunsche verabredet war,eilte ich zur Pharobank, damit mich der Ritter nicht ver-misse. Ich war darauf gefaßt, wieder eine Menge Duka-ten an ihn zu verspielen; er aber ließ mich doppelt soviel, als ich am vorigen Abend verloren hatte, gewinnen,um mich dadurch für die Zukunft anzuködern. Ich lachtein meinem Hcrzen> und wir schieden im besten Vernehmenvon einander-
In der folgenden Nacht verschwand ich mit Rosalicnund ihrer Hofmeisterin, die sich noch bis den heutigen Tagbei mir aufhält. Unsere Abreise von W"°'' ward, in denkleinsten Umständen vom Glücke begünstiget. Ich hintcr-ließ in der Wohnung des Ritters einen Brief, worin ichihn warnte, weder Hand noch Fuß zu regen, um sich etwaRosaliens wieder zu bemächtigen: ich würde sonst — setzte