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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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zu können. Er zeichnete mich daher vor allen andernSpielern durch zuvorkommende Höflichkeit aus, und ludmich auf den folgenden Tag zum Frühstück in seine Woh-nung ein."

Unvergeßlich ist mir dieser denkwürdige Tag!" unter-brach ihn Rosalie:Es war mir, da Sie kamen, alsträte ein Engel ins Haus. Ich weiß dem ahnenden Lust-gefühl, das mich ergriff, keinen Namen zu geben. DieGesichtszüge meines jungen Freundes sprachen mich ausden Ihrigen an; selbst der Ton ihrer Stimme erinnertemich an die seinige. Ich faßte sogleich ein kindliches, un-bcgränztcs Vertrauen zu Ihnen."

Auch Du gewannst auf der Stelle mein Herz!" sagteFalkenburg:Es nahm Dich in den ersten Minuten, stattdes verlorenen Sohnes, zur Tochter an."

Aber" fuhr er, zum Sohne sich wendend, fortwie sollte ich unsere Rosalie aus des Ritters Händenerlangen? Ich wußte freilich, daß durch Gold bei ihm Al-les auszurichtcn war; doch cs widerte mich, über sie mitihm zu handeln; und er hätte gewiß ein unmäßiges, meinVermögen übersteigendes Lösegcld gefordert. Drum dünktemich's der beste Rath, ihm Gleiches mit Gleichem zu ver-gelten, und sie zu entführen.

Des nächsten Abends, da ich wußte, daß er fest vorseiner Bank saß, ging ich in seine Wohnung. Rosalieund ihre Erzieherin waren allein. Ich knüpfte mit der letz-tem ein ausholendes Gespräch an, und sic verrietst durchAchselzucken und leise Seufzer, daß sie mit dem Herrn Rit-ter nicht sonderlich zufrieden war. Indessen kam nach dermit ihm genommenen Abrede der Graf von Wartstcin.Ich schritt nun rasch zum Ziele, nannte Rosalien bei ih-rem Geschlechtsnamen, entdeckte mich als Dein Vater und