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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
158
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ligen Preis einer vollwichtigen Pistole zu haben ist; daherdenn die 8aciü k?»latii Lnmite« et Lguites auiati, wiesie in den Diplomen genannt werden, in keinem großenAnsehen stehen. Unser Spornritter war Inhaber einerPharobank, und entführte Rosalicn in der Absicht, sic inspäter» Jahren als einen Lockvogel zu brauchen. Sie solltein seinen nächtlichen Geschäftsstundcn an seiner Seite sitzen,um durch die Magic ihrer Schönheit Spielkunden an dieGlückstafel zn ziehen, und die Augen derselben so zu fes-seln und zu beschäftigen, daß sie nicht Zeit hätten, demBankhalter auf die behenden Diebsfinger zu sehen.

Diesen Plan entdeckte er einem seiner Vertrauten, undvon Diesem erfuhr ihn der Graf von Wartstcin, der mirzufällig die Sache erzählte. Der Ritter hatte seinem Bu-senfreunde sogar Rosalicns Geschlcchtsnamen entdeckt, undihm nicht verschwiegen, daß er sie in der Nähe von P",aus welcher Stadt sie mit einem Knaben entflohen sep,auf der Straße gefunden und sich ihrer mit Gewalt be-mächtiget habe. Das war mir wichtig; denn ich wußteaus den Briefen meines Kammerdieners, daß dieselbe Ro-salic und mein Franz mit einander fortgewandcrt waren.

Ich konnte nicht ruhen: ich mußte das Mädchen sehenund sprechen. Das versetzte mich in die Nothwendigkeit,mit dem Ritter Bekanntschaft zu machen. Der Weg dazuwar leicht gefunden. Ich verlor, ungeachtet ich mich sonstnie in Hasardspiele cinlicß, eine Hand voll Dukaten anihn, und zeigte bei dieser Gelegenheit so viel Gold, daßer mich für einen steinreichen Manu halten mußte. Daich vollends die erlaubte List brauchte, mich im Umgangmit den Karten ungeschickter anzustellen, als ich eigentlichwar: so mochte er wohl glauben, einen guten Fang anmir zu thun, und mich nach und nach völlig ausplündern