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bare Staatsbeamten, ungeachtet sie aus hohen Familienstammten, ihrer Acmter entsetzt, und verdienstvolle Bur-ger traten an ihre Stelle. Des Adels Steuerfreiheit wardaufgehoben, die Kornausfuhr verboten, und einige wildeJunker, die sich thätliche Mißhandlungen bürgerlicher Per-sonen erlaubt hatten, büßten dafür nach der vollen Strengeder Gesetze. Der Adel, über diese Verletzungen seinereingebildeten Vorrechte erbittert, feindete mich an, undbäumte sich sogar gegen den Herzog auf. Ich rieth, dieTrotzer auf die Festung zu schicken, und cs geschah.
Man versuchte cs im Guten und im Bösen, mich vondieser Adelsverfolgnng — wie man die unparteilichste Aus-übung der Gerechtigkeit nannte — abzulcnkcn. Am Tageumlagerte man mich mit Aufwartungen, Schmeicheleienund Bittschriften; des Nachts wetzte man, sorgfältig ver-mantelt, vor meinem Hause die Degen aus dem Stein-pflaster, sang Spottliedcr unter meinen Fenstern, undwarf sie ein. Ich blieb unerschüttert. Drum beschloß man,mich durch eine recht empfindliche Züchtigung auf bessereGedanken zu bringen.
Ich befand mich eine Meile von der Hauptstadt aufmeinem Landgute. Es war Mitternacht. Ich schlief ru-hig. Auf Ein Mal wird das Thor mit Gewalt erstürmt.Eine Schaar vcrlarvter und bewaffneter Männer dringtins Haus. Meine wenigen Diener, die ich bei mir habeund sich ihnen entgegen stellen, werden verwundet niedcr-geworfen. Die Rotte tobt, mit Windlichtern in den Hän-den, die Treppe hinauf, zerhaut und zertrümmert in einerReihe von Zimmern, die sic durchzieht, alle Geräthe, sprengtdie Thür meines Schlafgcmachs, und stürzt mit gezogenemDegen vor mein Bett.
Ich erwachte, glaubte mich von Räubern überfallen