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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
147
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Herr und Madame Bulling waren über seine Relationentzückt, dankten ihm mit schmeichelhaften Worten, undbehandelten ihn als einen sehr wcrthen Hausfreund. Aberstumm und finster saß Wilhelmine dabei, sah ihn nicht an,und antwortete, wenn er sie anredete, nur mit einem kur-zen Ja oder Nein. Er begriff diesen Kaltsinn nicht undnahm bestürzt Abschied.

Herr Jonas begleitete ihn, wie vornehme Leute thun,nur bis an die Stubenthür; doch Wilhelmine leuchteteihm die Hausflur entlang. Er wollte zärtlich werden;sie wich ihm aus.Herr Windmantcl," sagte sie ernst,enthalten Sie sich solcher Vertraulichkeiten! Der Verrath,den Sie jetzt an Ihrem braven Herrn begingen, hat meinHerz auf ewig von Ihnen abgcwandt." Sie verneigtesich ein wenig, und fort war sie! Monsieur Windmantelstand kalt und starr, wie ein Eiszapfen, ließ die Flügelseiner Liebeshoffnung sinken und schlich betrübt nach Hause.

In der Frühe des nächsten Tages erhob sich Herr Jo-nas aufs Schloß. Hermann wollte ihn nicht sprechen;doch er ließ sich wiederholt anmelden, und ward endlichvorgclafsen.

Was führt Sic schon wieder zu mir?" fragte derAlte vom Berge.

Mein redlicher Eifer für das Wohl und die Ehre Ih-rer Demoiselle Tochter;" antwortete Jonas.Ich bringeIhnen neue Nachrichten, wichtige Nachrichten, die Ihnenüber den säubern Hofkammerrath die Augen vollends öff-nen werden. Er ist ein Vagabund, ein Bastard, erweiß seinen eigenen Geschlcchtsnamen nicht. Bis in seinzwölftes Jahr hat ihn ein Kammerdiener in P" als sei-nen Sohn gepflegt"

Wie? was?" fiel ihm Hermann mit verwände!-