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Ich sah ihnen muthig ins Gesicht. Ein alberner Geckwarf mir den Hnt vom Kopfe; ein anderer Lasse hetzteauf mich cinenWund, der mich in die Beine biß. Ichwehrte mich mit meinem Wanderstabc, traf den Kläfferauf die Nase, und er streckte alle Viere von sich. Mitwildem Geschrei drangen die Gelbschnäbel beiderlei Ge-schlechts auf mich ein, um des Hundes wahrscheinlichenTod an mir zu rächen. Ich schlug mit meinem Dorncn-stocke ein Rad um mich her, und vertheidigte mich einehalbe Minute gegen das feige Völkchen. Indessen erbieltich Succurs. Ein ehrwürdiger Mann — es war Mo-ritzens Vater — kam rasch aus dem Hintergründe einesGartcnsaalcs und rief: „Nicht doch! nicht doch! Ein Kampfso Vieler gegen Einen wurde uns wenig Ruhm bringen!"— Alle wichen still und beschämt zurück; nur ein einzi-ges junges Frauenzimmer klagte mich mit kreischenden Tö-nen als de» Mörder ihres Hündchens an. — Der Knabeist deßhalb nicht strafbar; sagte der edle Mann: Ein Menschkann sich gegen einen Hund — und war' es der Leib-Hund eines Kaisers — mit Recht vertheidigen.
Die Klägerin schwieg. Auch niemand anders wagteein Widerwort. Dein Muth gefällt mir! sagte mein Be-schützer: Wer bist Du? — Ich antwortete: ich sey einälternloses Kind und suche einen guten Herrn. — Er be-fahl mir, in seine Stadtwohnnng zu gehen und ihn dortzu erwarten. Ich gehorchte; er folgte mir bald, ließ michauf der Stelle neu kleiden, und seit dieser Stunde genoßich des Glücks, einen Vater zu haben. — Mehr zum Ruhmedieses Biedermanns zu sagen, verbietet mir jetzt die Ge-genwart seines bescheidenen Sohnes. —
Rosa war und blieb für mich verloren. Nur in Träu-men erschien mir das holde Kind. — Nach einigen Jah-L>i»>n>l.'in'§ stimm«. Schr. IX. Bd. 18