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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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zeigte mir die große Hauptstraße nach W", und ichrannte auf derselben fort, als wollte ich die vierzig Mei-len, die mich von der benannten Stadt trennten, in Ei-nem Athcm zurücklcgcn. Von einer Station zur andernverfolgte ich durch Forschen und Fragen des Räubers Spurbis nach W *Hier aber (wo ich zwölf bis vierzehnTage später, als er, ankam) verlor ich sie ganz, und esfehlte mir an Wetterführung, sie in dem Gewühl der gro-ßen Stadt wieder aufzusuchen. Planlos lies ich auf denStraßen herum, sah alle Menschen an, und an alle Fen-ster hinauf. Ich bekam gleich Anfangs Irrungen mit derPolizei. Sie wollte mit Gewalt wissen, was ich in W"zu thun habe. Einige Tage hielt ich sie mit Nothlügenhin; dann ward ich von ihr aus der Stadt gewiesen.Ich wäre aber von selbst gegangen, weil ich in meinerHerberge davon sprechen hörte, daß ein fremder Herr, derin einem nahen Hotel logirt und ein kleines Mädchen beisich gehabt habe, kürzlich nach D" gereist scy.

Ha! dachte ich mit kindischer Leichtgläubigkeit, das sinddie Leute, die ich suche! Ich wunderte auf D" zu,umging P " * auf weiten Abwege», und kam endlich, bei-nahe schon ganz von Geld entblößt, in jene Stadt, woich mich abermals vergebens eine Woche lang auf allenStraßen Herumtrieb. Von da leiteten mich neue Irrlich-ter grundloser Nachrichten über B"'° nach H". Aufden letzten fünfzig Meilen zwang mich die Noth, den Bet-telstab zu ergreifen.

Barfuß und mit zerrissenen Kleidern schlich ich bei mei-ner Ankunft vor H"- an einigen Gartenhäusern voll fröh-licher Gesellschaften hin. Vor einem derselben saßen jungeHerren und Damen in einem Kreise. Sie bemerkten mich,und lachten und witzelten über meinen traurigen Aufzug.