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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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den, die zu den Ruinen führten, und langte erst nacheiner Abwesenheit von acht Stunden dort wieder an. Ichflog in die Halle, wo ich meine Freundin zu finden hoffte.Sie war nicht da. Ich durchsuchte das ganze wüste Ge-bäude und den Wald umher: sie war nirgends. Der Tagsank; meine Verzweiflung stieg auf's höchste. Ich hättejetzt für einen Lichtstrahl von Allwissenheit mein Lebenverkauft!

Nach einer jammervollen Nacht durchirrte ich nochmalsdie Gegend. Ein alter Schäfer, der seine Heerde weidete,fragte mich, wen ich suche. Meine Schwester, antworteteich, und beschrieb ihm Rosa's Gestalt. Ich sähe sie ge-stern; sagte der Hirt: Sie stand weinend hier an derStraße und blickte rechts und links. Da kam eine Kutschemit Postpferden. Darin saß ein Herr mit einem Ordens-zeichcn, und auf dem Bock ein Bedienter. Der Wagenhielt; der Herr beugte sich heraus und sprach mit demMädchen. Es schien, als wollte er sie bereden, mit ihmzu fahren; aber sie schüttelte den Kopf und ging fort.Er sprang schnell ans dem Wagen, lies ihr nach, ergriffund trug sic, ihres Schreiens ungeachtet, in die Kutsche,und ließ fortjagen.

lieber diese Nachricht außer mir, schalt ich den Hirten,daß er dem Menschenraube so gelassen zugesehen und dasKind nicht aus des Entführers Händen gerettet habe.Er entschuldigte sich: er sey zu weit entfernt gewesen,und sein schwaches Alter hätte doch gegen die Jugendkraftdes Herrn und des Dieners nichts vermocht. Ucbcrdießhabe er nicht gewußt: ob die Kleine vielleicht entlaufen,und der Ordensherr ein Verwandter sep, der sie in ihreHcimath zurückbringen wolle.

Ich fragte, welchen Weg er genommen habe. Der Hirt