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Es begann Abend zu werden, als wir P" verließen.Mein Vater nnd Nosa's Mutter waren nicht zu Hause;niemand gab auf uns Acht; wir erreichten glücklich dieLandstraße. Hier aber machten alle Menschen, die uns mitBündeln unter den Armen pilgern sahen, große Angen. Wirzitterten vor der Möglichkeit, einem Bekannten anfzustoßeirund von ihm mit Gewalt nach P" zurückgeführt zuwerden. Ich versicherte zwar, ich würde mich in einemsolchen Falle wie ein Löwe verthcidigen; aber Rosa, klü-ger als ich, hielt es für rathsamer, die Heerstraße zu ver-lassen, und allenfalls die kurze Sommernacht, die wir voruns hatten, in einem nahen Walde hinzubringcn. Ichschlug dagegen ein altes, verfallenes Nittcrschloß, das mirmein Vater einst auf einem Spaziergänge gezeigt hatte,zu unserm Nachtquartier vor. Meiner Gefährtin schau-derte vor den öden Mauern; doch sie ließ sich überreden.Wir lagerten uns in einer Halle, die noch nicht völligznsammcngcstürzt war, und. kämpften bis an den Morgenmit Fledermäusen, ohne einen Augenblick ruhen zu können.
Als wir unfern Stab weiter setzen wollten, fühlten wiruns sehr ermüdet, und besorgten übcrdieß, von einem derBoten, die man uns wahrscheinlich nachgesandt hatte, auf-gegriffen zu werden. Aus diesen Ursachen beschlossen wir,in dem wüsten Schlosse einen Rasttag zu machen. Aberuns quälten Hunger nnd Durst. Ich mußte mich insFreie wagen, um Lebensmittel zu kaufen. Rosa blieb zu-rück. Wir nahmen wehmüthig Abschied, als sollten wiruns nicht wieder sehen; und — wir sahen uns nicht wieder.
Ich lief eine Meile, ins Kreuz und in die Quere, eheich in ein Dorf kam, wo ich mich mit Brod und Milch— denn sonst war nichts zu haben — versorgte. Schwerbeladen keuchte ich zurück, verirrte mich auf den Buschpfa-