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und schalt ihn einen verliebten Thoren. Ueber diesen Aus-druck geriethen sie mit harten Worten zusammen, und Mo-ritz ging voll Zorn hinweg in sein Zimmer.
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Franzens Jugend geschichte.
„Ein Hitzkopf, aber ein braver Junge!" sagte Franzzu Lorenz, der bei diesem Wortwechsel zugegen war. „Esschmerzt mich, daß wir uns entzweiten, ungeachtet ich weiß,daß wir uns morgen, sobald wir einander sehen, versöhntin die Arme fallen. — Ich verdanke ihm und besondersseinem Vater sehr viel. Dieser nahm mich vor zehn Jah-ren als einen Bettclknaben auf, und war mit unaussprech-licher Güte mein Pfleger und Versorger bis an seine» Tod."
Lorenz hielt es für Scherz, was der Hofkammerrath vondem Schicksale seiner Jugend erwähnte. Das bewog Die-sen, seine Geschichte zu erzählen.
„Meine Herkunft," fing er an, „ist mir ein Geheimnis'.Ich kenne weder meine Aeltern noch meinen Geschlechts-namen. Die frühesten Erinnerungen meiner Jugend ver-setzen mich nach P" in das Haus eines Mannes, denich Vater nannte, obgleich manche Leute, als ich ein ver-ständiger Knabe ward, gegen mich die Muthmaßnng äußer-ten, er sep es nicht. Er selbst war in P" fremd. Manwnßte nichts von ihm, als daß er Kammerdiener einesGrafen gewesen, und mit mir, ungefähr im dritten Jahremeines Alters, dahin gekommen war. Der vormaligeKammerdiener leuchtete auch noch aus seiner ganzen Lebens-weise hervor. Er stand alle Morgen sehr früh auf, klei-