daß ihn dcr Hofkammcrrath geschrieben hat, demselben zu-stellcn sollen." —
„Ihnen mag's der Teufel recht machen!" rief Jonas,»nd rannte kollcrig fort.
Das geschah gegen Abend. Eine Stunde später erhieltFranz einen Brief, in welchen der seinige an Rosalicn un-cröffnct eingeschlosscn war. Jener bestand aus den wcni-nigcn Worten:
Mein Herr Hofkammerrath!
Der angebliche Finder des beiliegenden Briefs über-gab ihn mir, und versicherte mich, er sey von IhrerHand. Ich weiß es nicht, und entsage dcr Gewalt,die mir, als Vater, allenfalls zustande, das Siegelzu brechen. Sind Sie wirklich dcr Schreiber desBriefs, so verbitte ich alle weitere Versuche, eine Cor-respondenz mit meiner Tochter einzuleiten.
Her m a n n.
Franz stürzte fort. Er stellte sich das Schlimmste vor:er glaubte, Rosalie selbst habe den Brief ihrem Vaterüberliefert. Als er aber von dcr Wittwe (die PolykarpsMauserei sogleich nach seinem Weggange bemerkt hatte)den wahren Verlauf der Sache erfuhr, ward er ruhiger.Er beschick sich: ein Vater könne in einem solchen Fallenicht gelinder verfahren. Darum schien ihm der Vorfallnicht sehr bedeutend, und er kam ziemlich heiter zurück.
Aber Moritz machte ihm den Kopf wieder warm. Ererklärte Hermanns Brief, den er inzwischen gelesen hatte,für ein unwiderrufliches Gebot, sich alle Absichten undHoffnungen auf Nosalien aus dem Sinne zu schlagen.„Was willst Du nun noch länger in diesem Neste?" setzteer hinzu: „Pack' ein und zieh weiter!" —
Franz widersprach. Moritz blieb bei seiner Meinung,