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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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erforschcn wollte, bevor er sich dem Vater entdeckte. Esgab daher keinen andern Rath, als der Soldatenwittweden Brief zu gelegentlicher Bestellung anzuvcrtrauen.

Sie übernahm ihn; doch bezweifelte sic, daß es ihr ge-lingen würde, ihn bald abzngebcn. Nosaliens Besuchewaren zeither immer seltener geworden, und cs schien, alswollte oder müßte sic solche ganz cinstellcn. Das Letzterewar wirklich der Fall. Ihre Hofmeister«! hatte dem Va-ter in die Ohren geblasen: Franz begegne ihnen ans allenWegen und Stegen, dringe sich mit Komplimenten ans,und lasse sich durch den Ernst und Zorn ihrer Blicke^kaumabhaltcn, Nosalien anzureden. Hermann, der den Ver-dacht, den Bnlliug bei ihm erweckt hatte, dadurch bestäti-get fand, ordnet hierauf an, jenscit des Flusses hinfortnicht spazieren zu gehen.

Franz erkundigte sich eine Woche lang Tag für Tagnach dem Schicksale seines Briefes, und immer traf er ihnnoch in den Händen seiner Agentin. Diese oftmaligenGänge zu ihr verursachten bei seinem Widersacher, der ihmnnermüdet aufpasscn ließ, um so mehr Verwunderung undNeugier, da überhaupt ganz Fehdingen der Meinung war,daß sich dergleichen Hüttcubesuchc für einen Hofkammer-rath gar nicht schickten. Herr Jonas nahm auch jetzt sei-nen Gcgenmann darum schärfer als jemals auf's Korn,"weil Dieser, von den Privilegiums-Kabalen halb und halbunterrichtet, einen thätigen Sachwalter in der Hauptstadtbevollmächtiget hatte, seine angefochtene Handelsgerechtig-kcit zu vertheidigcn und die gegen ihn verübten criminellenUnthaten zur Kcnntniß des höchsten Landestribunals zubringen. Die Folge war, daß ein benachbarter Justiz-Amtmann, in dessen Gerichtsbezirke die Stadt Fchdingenlag, von der Regierung Auftrag bekam, diese gesammten