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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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Händel zn untersuchen. Jonas hoffte zwar, den neuenRichter durch Bestechungen auf seine Seite zu lenken; dochbei dem allen fürchtete er Franzcn, seitdem er Vcrtheidi-gungswaffcn ergriffe» hatte, mehr als zuvor, alle Schrittedesselben waren ihm verdächtig, und sein böses Gewissenwebte sogar das Hirngespinst, daß seines Gegners häufigeUnterredungen mit der Soldatcnwittwc den Rcchtshandelbeträfen, weil die Frauenzimmer vom Schlosse bei ihr ausund ein gingen und der Amtmann mit dem Alten vomBerge persönlich bekannt war, ihn auch bisweilen besuchte.Kurz, Herr Jonas wollte durchaus wissen, was Franz sooft bei der Wittwe zu schaffen habe, und Monsieur Poly-karp ward befehliget, sich zu ihr zu begeben und ihr dasbedenkliche Gchcimniß mit guter Manier zu entlocken.

Der alte Schlaukopf fing die Sache recht klug an. Erging bei der Wohnung der Wittwe vorbei, sah sie amFenster, grüßte sie, und setzte mit behenden Schritten sei-nen Weg fort. Aber schnell kehrte er um.Apropos,liebes Frauchen!" sprach er, in ihre Stube tretend:war-um läßt Sie sich denn in unseren Laden gar nicht mehrsehn? Komm Sie getrost! Herr Bulling zürnt nicht mehrauf Sie und hat mir ausdrücklich befohlen, Ihr so vielzu kreditiren, als Sic verlangt."

Die Frau antwortete: sic bedürfe jetzt nichts.

Aha! der Herr Hofkammerrath!" sagte Polykarp:Nun, ich habe nichts dagegen; er wohnt näher, hat treff-liche Maaren, ist ein billiger Mann. Ich verdenk' es Ihrnicht im geringsten, daß Sie sich seine Gewogenheit zuerhalten sucht."

Dieser Einleitung folgte eine lange Reihe zudringlicherFragen, die endlich die Wittwe aus der Stube vertrieben.

Sic glaubte, der Ucberlästige werde sich nun entfernen;