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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
121
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Das hat gute Wege!" sagte der kalte Jurist.

Trotzen Sie nicht, Herr Direktor! Ich fordere zumletzte» Mal Ihren Entschluß."

Sie habcu ihn schon gehört! Ich gebe meine Rechtenicht auf, so wahr ich ein ehrlicher"

Ein tobendes Gelächter unterbrach ihr»Ucbcr denehrlichen Mann! Entwöhnen Sic sich doch um's Him-mels willen dieses Schwurs! Er paßt nicht mehr Sieverstehen mich!"

O, schwarzer Undank!" rief Schneller.Wer schlech-ten Leuten dient, hat schlechten Lohn."

Kaum waren diese Worte über seine Lippen, so lag erdraußen im Vorsaal und drückte seine Gestalt in den reich-lich da gestreuten schneeweißen Sand. Diese gewaltsameErmission lief nicht ohne Schaden ab. Er bekam einenblutigen Gedankenstrich über die Siirn; das Unterfutterder scidncn Beinkleider guckte neugierig über dem einenKnie aus dem Obcrzcngc hervor, und einige Wcstcnknöpfespielten in fernen Winkeln Verstecken. Wüthend raffte ersich auf, um dem Schwiegcrpapa in die Perücke zu fallen;aber die verschlossene Thür öffnete sich nicht dem Donnerseiner Faust. Er forderte fluchend die Auslieferung seinerjungen Frau. Es ward ihm zur Antwort: er könne sienicht anders, als gegen Rückgabe des Bürgscheins erhal-ten. Er schickte Legionen Teufel dnrch's Schlüsselloch insZimmer. Jonas Bulling lachte darüber.

Zum Unglück für Diesen war Schncllcrs Leidenschaftgegen sein Weiblcin von etwas kalter Natur. Er wußtesich allenfalls über den Aufschub der Brautnachtsfreudcnzu fassen. Das erklärte er ganz unverholen dnrch's Schlüs-selloch, reservirte sich aber feierlich seine Rechte auf's Hoch-zeitbctt. Dann schlich er in der Abenddämmerung nach