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versicherte Madame Bulling den Gästen, und sie glaubtencs ihr und der Prophetin. Doch um so mehr war manneugierig, was sonst die Staffette zu bedeute» habe. MonsieurPolpkarp, der die Ehre hatte, de» letzten Platz an derTafel einzuuehmcn, büßte darüber den köstlichen Nachtischein. Sein Herr befahl ihm, dem Postrcitcr nachzulaufcnund sich nach der Ursache seiner Ankunft zu erkundigen.Höchst ungern schied er von der großen ambrosisch dllften-dcn Mandeltorte und der ihm so seltenen Weinflasche;doch er mußte gehorchen.
Als er an den Strom kam, brachte schon die Fähreden Postillon ans jenseitige Ufer. Polpkarp sprang ineinen Kahn und drang ans möglichste Eile. Der Schifferstrengte sich an und ruderte mit solcher Gewalt, daß desPassagiers hochzeitliches Kleid von unten bis oben mitWasser benetzt wurde. Verdrießlich stieg er ans Land,und noch verdrießlicher sah er das Postpfcrd vor FranzensLadenthür stehen.
Was wird daraus werden? dachte er, und lauschte vonfern. Nach einigen Minuten erschien Monsieur Windman-tel an der Ladenthür und befestigte daran ein schwarzesTäflein, worauf mit fingerlangen Zahlen und Buchstabengekreidet war: „Nummer 333 hat zwanzigtausendThaler gewonnen." —
„Ach, daß sich Gott erbarme!" rief Polpkarp laut genHimmel und fühlte sich an allen Gliedern gelähmt. Aberer raffte sich zusammen, kam bleich, wie ein Gespenst, insHochzeithaus, und machte der ansehnlichen Versammlungmit stammelnder Zunge bekannt, was er auf dem Täfleingelesen hatte.
„Esel!" schnob ihn Jonas an: „Er hat ein Glas überden Durst getrunken!"