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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
116
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Gesellschaft folgte seinem Beispiel, und stieß, den Spruchwiederholend, ihre Gläser mit dem seinigcn zusammen.Ded Bräutigams goldgcrändertcr Kelch machte sich ammeisten laut, ungeachtet er bei dem gegenwärtigen Anlaßdas wenigste Recht dazu hatte. Es wurden nun mehrereTrinksprüchc, die sich ans de» Fehding'schen Krämerzwistbezogen, bei Bechcrklang ansgcbracht, und die Gesellschaftgcricth darüber, auf Franzens Unkosten, in eine ausgelas-sene Fröhlichkeit. Der etwas benebelte Stadtschrcibcr, demder Geist seiner längst abgeschiedenen Universitätsjahre er-schien, rief dem jungen Kaufmann sogar ein grimmigesUeiaat! '

37 .

O, Mutter Rcgine! Mutter Rcgiue!

Uei-cnt!" fiel das Chor ein; und indem das Wortdes Verderbens noch schallte, tönte ein lustiges Posthorndie Straße herab. So etwas hörte man in Fchdingcnnicht oft, und cs hatte immer ein allgemeines Stürzenan die Fenster zur Folge. Auch ein Theil unserer Tafel-gesellschaft sprang von den Sesseln auf.Gewiß eineStaffelte, die mir das große Loos meldet!" scherzte Jo-nas. Aber der Postillon trabte vorbei und nahm seinenWeg nach der Gegenseite der Stadt. Man erschöpfte sichin Muthmaßungeu, was er wohl bringe. Ein Lotterie-gcwinn konnte es nun nicht sepn: denn in jener Gegendhielt nur Franz ein Comtoir dieses Glückspicls, und Mut-ter Reginc hatte geweissagct, daß alle Loose, die durchseine Hand gingen, mit Nieten gezogen würden. Das