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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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begossen, und, mit einem schüchternen Blick ans die Me,winkte sie mir, zu schweigen."

Das war für den Verliebten Stoff genug, ganze Tageund Nächte darüber nachzudcnkcn und seine Hoffnung da-mit zu nähren. Was konnte er anders thun? RaschesVordringen zur Entwickelung hätte wahrscheinlich allesverdorben. Er rechnete darauf, dem Alten vom Bergemit der Zeit vortheilhaft bekannt zu werden, und sich da-durch deu Weg zu ihm und Rosalien zu bahnen. Indes-sen mußte er den Zufall sein Spiel treiben lassen.

Glücklicher war Windmantel. Er hatte seine sonntäg-liche Muße benutzt, sich Wilhelminen ans Spaziergängenin zierlichen Kleidern zu zeigen und freundliche Wortemit ihr zu wechseln. Er brachte es sogar dahin, daß erihr an schönen Sommerabenden, wenn sie auf der steiner-nen Bank vor ihrer Hausthüre saß, einige Minuten Ge-sellschaft leisten und an ihrer Seite Platz nehmen durfte.Die Aeltern sahen dieser aufkeimenden Liebschaft durch dieFinger zu. Sie versprachen sich davon den Nutzen, daßWindmantel zu ihrer Partei übertreten und ans den er-sten Wink bereit sepn werde, sich zur Schlange im Busenseines Herrn brauchen zu lassen. Diesen Antrag verscho-ben sie vor der Hand nur ans Besorgniß, der junge Burschsep noch nicht fest genug im Netze der Liebe gefangen.

Moritz (der sich oft in häuslichen Angelegenheiten zumVormund seines hochherzigen und daher in manchen klei-nen Dingen sorglosen Freundes answarf) entdeckte ihmden bedenklichen Umgang seines Dieners, und rieth zueinem strengen Verbot; allein Franz hielt sich dazu nichtbefugt. Es schien ihm zu hart, die natürliche Freiheitdes Jünglings zu beschränken, da er besonders in seinen

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