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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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mehr: aber er haderte mit dem Schicksal, daß cs seineLiebe zu Rosalien, für die er sich jenen Neckereien bloßstellte, so wenig begünstigte, und die zwischen ihr undihm stehenden Berge, anstatt sie aus dem Wege zu räu-men, immer noch höher wachsen ließ. Seltner, als je-mals, ward ihm das zufällige Glück, die Geliebte zu se-hen. Viele Tage durchschweistc er fruchtlos die Gegenden,wo er sie zu finden hoffte; und gelang es ihm, ihr zubegegne», so war sic nie allein, und seinen lebendigstenEntschluß, sie auf eine anständige Art anzureden, ertödtetejedes Mal ihrer Begleiterin zorniges Mienen- und Ge-bcrdcnspiel, womit sie immer auffallender seine Begrüßungerwiederte. Rosalie, dadurch in Furcht gesetzt, wagte kaummehr, die Augen gegen ihn aufzuschlagen.

Bei der Soldatcnwittwe, wo er fleißig nach dem liebenMädchen forschte, erhielt er theils widrige, theils ange-nehme Nachrichten.Es muß," sagte sie,zwischen Va-ter und Tochter etwas vorgefallcn sepn. Rosalie kommtsehr sparsam und scheint einen Kummer auf dem Herzenzu haben. Sie flüsterte mir neulich hinter dem Rückender Alten, die eben von einem gewaltigen Husten befallenwurde, flüchtig ins Ohr: sie dürfe nicht mehr so oft aus-gehen, als sonst; dann fragte sie schnell und so leise alsmöglich nach Ihnen, und dabei ward sic roth, so roth,daß ich's Ihnen nicht beschreiben kann."

(Kürzer hätte die Erzählerin sagen können:so rothals Sie, mein Herr!" denn Franzens Gesicht standin Feuer.)

Ich antwortete," fuhr die Wittwe fortSiebeglückten mich durch manchen wohlthätigen Besuch, undIhr erstes Wort scy immer eine Frage nach ihr und ih-rem Ergehen. Da ward sie vollends, wie mit Blut