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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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nachtsbescherung und zitterte an allen Gliedern vor Freude.Mit lautem Triumph trug er den Fund ins Sessionszim-mcr, und seine mit Staub bedeckten Amtsbrüdcr frohlock-ten hinter ihm her.

Der Direktor stimmte nicht in diesen Jubel ein. Ernahm die wohlbekannten Papiere gleichgültig in die Hand,durchblättcrte sie ein Weilchen, und legte sic still bei Seite.Die Herren des Raths ärgerten sich über diese Kälte nichtwenig.Soll denn," fragten sie,der Prozeß nun nochweiter auf die lange Bank geschoben und der neue Ladennicht sofort gerichtlich geschlossen und versiegelt werden?"

Bewahre der Himmel!" rief Schneller.Wie dürftenwir uns dieser Gcwaltthat gegen ein fürstliches Privile-gium anmaßen? Wir können nichts thun, als Berichterstatten, und das soll gelegentlich geschehen."

Gelegentlich! gelegentlich!" murmelten die Raths-glicdcr gegen einander, und warfen stechende Seitenblickeauf den Direktor, der die einfältigen Tropfe» im Herzenverlachte.

Doch vor Hellern Köpfen machte ihn, trotz diesem Mas-kcnspiele, sein böses Gewissen scheu. Er ging so wenigals möglich über die Straße, um Franzcn nicht zu begeg-nen, und sogar hinter seinen papierncn Bollwerken zitterteer vor ihm, wenn jemand an die Thür klopfte. Franzhatte mit ihm nichts zu sprechen und hielt sich fern von ihm.

Aber die Ziehung der letzten Lotterieklasse rückte heran,und der Direktor hatte sein Loos noch nicht abgeholt.Franz entschloß sich zu der Höflichkeit, cs ihm ins Hauszu schicken und sandte seinen Ladendiencr damit ab.

Mit großer Bestürzung empfing ihn Herr Schnellerund nöthigte ihn in der Angst, auf dem Sopha Platz zunehmen: eine Ehre, die er sonst dergleichen dienstbaren