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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
106
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philus Schneller thaten den nächsten Sonntag, zum Er-staunen der ganzen unvorbereiteten Kirchenversammlung,ihren Ehrensprung von der Kanzel.

33 .

Der unpartl,etliche Richter.

Des Brautpaars Aufgebot, das sich kein Mensch hatteträumen lassen, setzte ganz Fchdingcn in Bewegung. Be-sonders hatten die Zungen der Weiber keinen AugenblickRuhe, und ihre Hände thaten in den ersten Stunden fastnichts, als daß sic vor Verwunderung gegen einanderschlugen. Vergebens ermahnten die hungrigen Hausväter,die Küche gehörig zu besorgen. Die Braten kamen theilsverbrannt, theils roh auf den Tisch.

Mit schnellen Schwingen nahm das Gerücht seinen Flugzum schwarzen Ritter und ließ dort seine Posaune er-schallen- Herr Faßmann, den wir seit langer Zeit nichtaus seinem Lehnstuhle heraus bemüht haben, fuhr miteinem derben Fluch empor, lief ungewöhnlich behend zumNachbar Franz, erzählte keuchend, was er gehört hatte, undschimpfte wie ein Rohrsperling auf seinen treulosen HerrnGevatter. Ruhig lächelnd vernahm Franz die neue Mährund antwortete kaltblütig: er habe von Leuten, die immerden Selbstruhm der Ehrlichkeit im Munde führten, zeit-lebens wenig gehalten, und cs sep ihm also nicht uner-wartet, daß Herr Schneller keine Ausnahme von der Re-gel mache. Ucbrigens ändere sein Ucbersprung zum Feindein der Hauptsache nichts.

»Das ist recht!" sagte Faßmann: »Weichen und wanken