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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
99
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-»D SS G-«-

nichts, in der Welt nichts stört meine häusliche Ruhe.Es lebe der goldne Junggescllcnstand!"

Ich bin in diesem Punkte ganz Dero Meinung, meinhochgeehrtester Herr!" antwortete Polykarp.Aber einpaar Stündchen könnten Sie doch unmaßgeblich IhrenGeschäften entziehen, um meine Herrschaft mit einem Be-suche zu erfreuen."

Guter Freund," sagte Schneller mit Kopfschütteln,dieTage der Freude sind unter uns vorbei!"

Sic werden retournircn, die schönen Tage!" sprachPolykarp.Haben Sie nur diesen Abend die Güte, anunscrm Familientischc fürlieb zu nehmen. Mamsell Dor-chen lassen besonders darum ersuchen."

Danke sehr. Doch die Einladung, mein Lieber, mußich nochmals verbitten. Es wär' ein zu gefährlicherSchritt! Eure Blumentöpfe fallen, wie ich höre, den dar-unter hingehenden Menschen auf die Köpfe; auch lassen sichin unserer sonst so tugendhaften Stadt Feucranleger wit-tern: kurz, man muß in dieser bösen Zeit zu Hause blei-ben, um sich und sein Eigeuthum vor Unglück zu wahren."

Polykarp zitterte bei diesen Stachelredcn, und seinestammelnde Zunge hatte kaum Kraft, die Einladung zumdritten Mal zu wiederholen. Der Director glaubte, cssey nun, wie in einer öffentlichen Versteigerung, das höchsteund letzte Gebot gcthan; darum schlug er zu, und ver-sprach, sich einzustellen. Doch möge man ihn, sagte erdabei, nicht früher, als nach völlig eingebrochener Dunkel-heit erwarten; denn gewisse Ursachen nöthigten ihn, dieRolle des Nachtschlcichers Nikodemus zu spielen.