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„Würdiges Ehepaar," nahm Polykarp jetzt das Wort,„geben Sie der Mutlosigkeit in Ihren edlen Herzen nichtRaum! ES kommt allerdings, wenn man unsere kleinenUnternehmungen gegen den jungen Böhnhasen summirt,ein ansehnliches Facit heraus; doch ist deßhalb kein totalerGlücksbankrott zu befürchten. Ein erneuertes Frcnndschafts-bündniß mit dem Herrn Stadtdircctor kann unsere fallen-den Actien schnell wieder heben; und das ist, meines ge-ringen Ermessens, nicht nur das einzige Mittel, ans dergegenwärtigen Tinte zu kommen, sondern es wird unsauch in den Stand setzen, den Handclsvcrderber mit ver-einter List und Gewalt aus der Stadt zu treiben. — O,der Herr Director ist ein verschlagener Mann! Und kanner chrenwerthen Personen, die ihn an irgend einer schwa-chen Seite fassen, gefällig seyn, so macht er ohne Beden-ken in seinen Akten ein X für ein U." —
Das würdige Ehepaar mißbilligte Polykarps Rath. Eswollte die geliebte Tochter nicht gern zum Sühnopfer aus-liefern, und wohlfeiler» Kaufes war, bei der jetzigen ver-wickelten Lage der Dinge, des Directors Freundschaft nichtzu erwarten. Doch was half alles Sträuben? Das Mes-ser stand an der Kehle; man mußte den mächtigen Arm,der cs Hineinstoßen konnte, durch Nachgebcn entwaffnen.Polykarp ward abgcfcrtigt, den Director zu einem freund-schaftlichen Abendessen einzuladen.
Herr Schneller lächelte hinterlistig und entschuldigte sichmit dringender Amtsarbeit. „Ueberdieß befinde ich mich,"sagte er, „in meinen vier Pfählen so wohl, daß ich michgar nicht hinaus wünsche. Ihr dachtet, es übel mit mirzu machen, aber Ihr habt's gut gemacht! Kein Weiberge-zänk, kein Kindergeschrei, keine böse Schwiegermutter —