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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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bei gewann. Das war ein Unglück für Handwerker undalle andere Leute, die ihre Arbeiten nur in Scheidemünzebezahlt erhielten, und es nicht wagen dursten, einen ver-hältnißmäßig höher» Lohn zu fordern, wenn sie nicht ihreKundschaft verlieren und völlig brodlos werden wollten.

Dieser gedrückten Klasse war Franz ein wahrer Wohl-thäter. Er verkaufte, da er sich durch den Handel garnicht bereichern wollte, alle seine Maaren um den Preis,den er selbst dafür bezahlt hatte, und ließ sich auch in denkleinen Wcchsclgeschäften, die im Städtchen vorfielen, sehrbillig finden. Ein tödtlicher Schlag für jenen Blutsauger!Es gab sich ihm niemand mehr Preis, als wer etwa durcheine alte Schuld an ihn gebunden war und sich nicht los-ringcn konnte.

Er glühte vor Rache. Die Micthlingc wurden gegenden schädlichen Nebenhändler immer heftiger aufgereizt.

Aber Franz war seit der Beschießung seiner Fenster mehrauf der Hut, und besonders durchwachten Moritz und Lo-renz bei einer Schale Punsch einen Theil der folgendenNächte, um die Ruhestörer zu ertappen. Sie wählten einZimmer, das nur drei Schritte von der unverschlossenenHausthür entfernt war, zu ihrer Wachstube, und verhäng-ten die Fenster so dicht, daß man auf der Straße keinenLichtstrahl bemerken konnte.

Nur eine einzige Nacht waren sie vergebens auf ihremPosten. In der folgenden wurden die Fenster wieder be-schossen. Die lauernden Wächter stürzten, sobald sie dieerste Steinbombe einschlagen hörten, wie ein Donnerwet-ter aus dem Hause, und ergriffen einen Kerl, der sichüber Hals und Kopf in die Flucht warf, doch bald vonihnen eingeholt wurde. Sie wollten ihn in eine Kammereinsperren und bei Anbruch des Tages dem Magistrat