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dem Burschen da drüben in Acht! Er stellt Ihrer Tochternach." —
„Meiner Tochter? — Der fremde, junge Mann, dernoch kein Wort mit ihr gesprochen, sie kaum gesehen hat ?" —
Ha! ha! ha! das weiß ich besser! Gesehen hat er siein der ersten Minute, da ihn der Henker nach Fehdingenführte. Sie kam eben aus dem Hause der Soldatenwittwe,die in der Nähe des schwarzen Ritters wohnt. Die Ma-demoiselle stach ihm ins Auge, und er forschte sogleich beidem Weibe nach ihr. Das sahen und horten ehrlicheLeute, die inir's nachher erzählten; und seitdem ward dieBettlerin von beiden Seiten fleißig besucht und so freige-big beschenkt, daß sie sich jetzt in den blühendsten Umstän-den befindet. Dahinter steckt etwas! Wer verschleudert seinGeld ohne Nutzen?"
„Sie freilich nicht!" antwortete Hermann: „Uebrigenssind mir meiner Tochter schuldlose Gänge zu jener Wittwebekannt, und ich bin »m so mehr darüber außer Sorgen,da sie nie, ohne von einer bejahrten Freundin begleitet zuwerden, einen Schritt aus dem Hause thut." —
Jonas lächelte giftig und ging. Hermann achtete imersten Augenblicke die Worte des Verläumders nicht, unddennoch hatten sie in sein Herz einen Stachel gedrückt, dener erst später empfand. Er fragte Nosalien, ob sie denjungen Kaufmann kenne. Sic crröthcte, wie das wohlder reinsten Seele begegnet, die unerwartet, in einem un-gewöhnlichen Tone und mit scharf auf sic gerichteten Bli-cken über etwas zur Rede gesetzt wird. „Warum wirstdu roth?" fragte der Vater schnell, und sie ward es na-türlich noch mehr; doch ihr Unschuldsgesühl überwand auchsogleich die flüchtige Bestürzung, und sie antwortete ganzunbefangen: sie kenne den jungen Mann nicht weiter, als
n-.