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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
85
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Und könnt' ich cs auch, so sch' ich nicht ein, was michin dem gegenwärtigen Falle dazu bewegen sollte."

Wäre denn," versetzte Bulling,das himmelschreiendeUnrecht, das mir ehrlichem Manne geschieht, kein hinrei-chender Bcwcgungsgrund? Ich handle hier seit so vie-len Jahren ruhig und ungestört, und Gott hat sein Wohl-gefallen an mir dadurch verkündet, daß er mich mit Reich-thum segnete"

Reichthnm! Rcichthum!" fiel ihm Hermann, bitter la-chend, ins Wort:Der Rcichthum hat in Gottes Augenkeinen Werth: er würde ihn sonst ganz anders aus Erdenvcrthcilcn."

Jonas faltete bei dieser vermehrten Gotteslästerung schein-heilig die Hände und richtete die rollenden Augen genHimmel.

Und welches Unrecht widerfährt Ihnen denn?" fuhrHermann fort:Sie sind, nach Ihrem eigenen Geständ-nisse, ein reicher Mann: warum wollen Sic nicht einemandern Menschen auch ein Stück Brod gönnen? Wol-len Sie nicht, so müssen Sie! Fchdingcn ist nicht fürSic allein gebaut: Sie können also keinen Bannkreis um-her ziehen."

Es kommt auf einen Versuch an;" versetzte Jonas.Ich habe Mittel in den Händen, das erschlichene neuePrivilegium zu vernichten, und ich werde davon Gebrauchmachen."

DaS ist die Sache des Fürsten, der das Privilegiumgab;" sagte Hermann:Mit mir haben Sie über diesenPunkt nichts zu vcrabhandeln."

Nun, mein Herr," fuhr Jonas auf.wollen Sie mirnicht beistehcn, so nehmen Sie sich wenigstens selbst vor