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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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«Das ist kaum möglich! Ich habe ja nicht das Glück, siezu kennen."

Ei! denken Sie denn, mein weither Herr, daß ichIhre Wohlthatcn wie ein stummer Fisch das ihm zuge-worfcnc Brod empfange, ohne Ihr gutes Herz allen mei-nen Bekannten zu rühmen? Das habe ich denn auchgegen die junge Dame vom Schlosse gcthan, und sie er-innert sich recht wohl, Sie bei Ihrer Ankunft gesehen zuhaben."

Es versteht sich, daß Franzen bei dieser Nachricht sehrwohl ward.

Aber auch recht häßliche Leute fragen nach Ihnen;"fuhr die Wittwe fort.Der alte Monsieur Polykarp ausBullings Laden hat mich wohl zehn Mal überlaufen undnach Ihnen und Ihrem Gesellschafter dringend geforscht.Wer sind die Leute? wo kamen sie her? wo reiften siehin? was machten sie hier? So ging's immer, wieein Uhrwerk. Meine Antwort war: ich wisse von demallen nichts; doch er glaubte mir nicht, und quengeltegemeiniglich so lange, bis ich vor Verdruß aus der Stubelies und ihn mit den tauben Wänden allein ließ."

Franz lächelte darüber, daß er dem Jonas Bulliug'schenHause ein so furchtbarer Mann war; nnd als er fort-ging, gab er der Wittwe wieder reichlichen Stoff, seinergegen das Mädchen vom Schlosse rühmlich zu gedenken.

Am folgenden Morgen sagte ihm der Dircctor: cs scpschicklich, dem Alten vom Berge, als Bevollmächtigtem desGrafen Wartstein, einen Besuch zu machen, wie jederneue Einwohner des Städtchens zu thun Pflege; dochmöge er erst des nächsten Tages auf's Schloß gehen, da-mit er, der Director, zuvor Zeit habe, den Herrn Her-mann von der Sache pflichtmäßig zu unterrichten. Franz