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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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ficht. Diese gräuliche Beschimpfung in Gegenwart einesgeliebten Mädchens entflammte mich zur entschlossenstenGegenwehr. Ich stürzte mich auf ihn, warf ihn zu Bo-den und kühlte meinen Muth. Er schrie Zeter und Mord,und plötzlich sah ich mich von Soldaten umringt, die ir-gend jemand von der nahen Hauptwache herbei gerufenhatte. Ich ward verhaftet, dem Magistrat übergeben, abernach einigen Stunden gegen das Handgelöbniß, mich vorausgemachter Sache nicht aus der Stadt zu entfernen,wieder entlassen.

Es versteht sich, daß ich des Unholds Schwelle nichtmehr betrat. Ich schlug meine Wohnung bei Luisens Va-ter auf, ward sein Thcatergehülfe und ihr Bräutigam.Aber ein junger, reicher Ausländer verleitete sie durch dieMacht des Goldes, mir untreu zu werden. Sie verließmich und ihren blinden Vater, und entfloh bei Nachtund Nebel mit ihrem neuen Liebhaber in sein fernes Va-terland.

Mich fesselte Mitleiden an den unglücklichen Greis. Ichhielt bei ihm aus bis an seinen Tod, der vor einigenMonaten erfolgte.

So, meine Herren, ward ich Marioncttenspieler. Deralte Mann ernannte mich aus Dankbarkeit zum Erbenseiner geringen Habe, die ich Luisen unverzüglich abtrctenwerde, wenn sie etwa über kurz oder lang in dürftigenUmständen zurück kommt: den» leichtsinnige Mädchen ihresSchlages verlassen und werden verlassen, bis ihnen derBettelstab treu bleibt."