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doch war der Ueberschlag immer unbedeutend, und in derThai des Lärms nicht werth, der einst darüber entstand.
Es kam ein Marioncttcnspicler in die Stadt und gabVorstellungen. Der arme alte Mann war stockblind; aberdesto hellere Augen hatte Luise, seine schöne, sechzehnjährigeTochter. Ich vergaffte mich in sie, machte mit ihr unddem Vater Bekanntschaft, unterrichtete mich gelegentlichvon der inner» Einrichtung des Puppentheaters, und sprachbisweilen sogar, wenn ich meinem Prinzipal ein paarStunden abstchlen konnte, eine Rolle. Die Familie nahmihre Bedürfnisse aus unscrm Laden, und Luise machte gernmir zu Liebe aus Einem Gange zwei. Meinem gestren-gen Herrn fielen diese fleißigen Besuche bald auf, und erbemächtige sich, wenn er Luisen ins Gewölbe treten sah,sogleich der Wage, um durch seinen Magnet die anziehendeKraft ihrer Augen unwirksam zu machen.
Eines Tages, als er sich eben nicht im Laden befand,forderte sie ein Pfund Zucker. Ich ergriff diese Gelegen-heit, ihr den Verlust, den sie durch seine Taschcnspielcr-kunst mehrmals erlitten hatte, einiger Maßen zu ersetzen,und wog ihr sehr reichlich zu. Aber er hatte mich hinterdem Thürvorhange seiner Schreibstube belauert, und über-fiel mich in dem Augenblicke, da ich Luisen den Zuckerubergab. Mit Ungestüm riß er ihr das Päckchen aus derHand, wog es nach, entdeckte das Uebergcwicht, und über-zeugte sich zugleich durch das noch auf der Tafel liegendeGeld, daß ich den feinsten und thcuerstcn Zucker um denPreis des geringsten verkauft hatte. Er gerieth darüberin eine unbeschreibliche Wuth, und belegte mich und dasunschuldige Mädchen mit den härtesten Schimpfnamen. Icherbot mich, ihn doppelt und dreifach zu entschädigen; aberder Rasende hörte nicht, und schlug mich sogar ins Ge-