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So ging's in Einem Athcm fort. Die Rathsherrcnhielten die Ohren zu und liefen davon.
19.
Geschichte des Marionettenspielcrs.
Unter der Zeit, da man dem Herrn Jonas seinen Pnd-ding so versalzte, daß er keinen Bissen davon genießenmochte, hielten Franz nnd Moritz mit ihrem auf dem Rath-hause cingeladenen Gaste eine frohe Mahlzeit im schwar-zen Ritter. Lorenz, der Marionettenspieler, ward durchFaßmanns guten Burgunder sehr offenherzig und gabzum Nachtisch seine Geschichte:
„Auch ich war einst auf dem Wege, ein Kaufmann zuwerden. Die Lehrjahre, die mancher arme Jüngling, dersich diesem Stande widmet, unter ewigen Plackereien undMißhandlungen verseufzt, waren die glücklichsten meinesLebens. Mein Lehrhcrr, ein gutherziger, kreuzbraver Manu,betrug sich gegen mich wie ein zärtlicher Vater. Er ließmich, weil ich in meiner frühem Jugend wenig zur Schulegehalten worden war, drei bis vier Stunden des Tagesauf seine Kosten von Hauslehrern unterweisen, ungeach-tet er indessen die mir im Laden obliegenden Geschäfteselbst verrichten mußte. Im Handel und Wandel war erein Spiegel der Ehrlichkeit. Er wog so gewissenhaft, alsläge sein zeitliches und ewiges Wohl in der Wagschale,und nie bot er schlechte oder verdorbene Maaren, um siean den Mann zu bringen, lobpreisend aus. Noch weni-ger erlaubt' er sich den niedrigen Krämerkniff, unnützesBrackgut durch täuschende Trugkünste aufzustutzen und un-