Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
65
Einzelbild herunterladen
 

65 <§-<>

Mama; doch verdiente das hoffnungsvolle Töchterlein mitdieser Nachahmung schlechten Dank.Halt's Maul, ein-fältiges Ding!" schrie die Mutter, und schlug »ach ihr:Du bist an dem Unglücke Schuld! Dein lumpiger Freier,der Director, rächt sich jetzt für de» Korb, den wir ihmaus Sorge für dein Wohl aufpackten."

Gott verdamm' ihn und den Faßmann!" rief Jonas:Sie haben den Handel gemeinschaftlich angesponncn; abersie sollen die Freude nicht haben, daß ich mich darüber er-boste. Ich erkenne den Quidam, den sie gegen mich insFeld stellen, gar nicht für einen Kaufmann an, und werdeihn soll's auch mein halbes Vermögen kosten ganzgemächlich wieder aus der Stadt hinaus manövriren."Eine schöne Bande zusammen!" fiel Madame Bullingrin: «Der Straßenräuber der Kaufmann"

Nenn' ihn nicht so!" fuhr sic Jonas an:Ich habeschon erklärt, daß ich ihn nicht dafür anerkenne."Nun, ich wollte sagen: der Alte vom Berge und diebeiden Gelbschnäbel, die bei Faßmaun logirten, gehörenvermuthlich zu Einer Bande, und haben sich hier zusam-menbestellt, um uns auszuplündcrn."

Ei, ei, Madam!" sprach der regierende Bürgermeister,der die ihm ins Angesicht geworfene Haube noch nicht ver-gessen hatte:Halten Sie Ihre Zunge im Zaum! DieWände haben Ohren, und es können verdrießliche Jnju-rienklagen daraus erwachsen."

Das kümmert mich nicht so viel!" kreischte die Furie,und schlug dem Warner ein Schnippchen:Ihr alle, wieIhr da steht, sepd Jaherren, Maulfreunde, Strohköpfe,feige Memmen!"

Lonlilieiii'e sommtl. Schr. IX. Dd.

5