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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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sich, wie wir, vor langen und kostspieligen Untersuchungenscheuen, angewandt wird."

Die Wohlweiscn sannen und sannen, nnd crricthcnes nicht.

Lesen Sie denn keine Zeitungen?" fuhr Schneller,fast unwillig, auf: Finden Sie nicht beinahe in allenBlättern, daß gefangene Verbrecher entwischt sind, nnddaß man ihnen pro forme, Steckbriefe nachschickt?"

kro kor, Ui»?"' fragten die Uttlatcincr.

DaS ist verdolmetschet: zum Schein, des guten An-stands wegen;" antwortete Schneller:denn man wünschtdie Vögel, die man mit Willen ausfliegcn ließ, nicht ernst-lich wieder zurück."

Die Herren des Raths fanden diese Methode, zumNutzen und Frommen ihres leeren Schatzkämmcrleins, vor-trefflich, nnd der Dircctor befahl sofort dem herbei gerufe-nen Kerkermeister, den Gefangenen zu entfesseln, ihn auchallenfalls im Stockhause frank und frei herum gehen zulassen.Der Mann scheint unschuldig;" setzte er hinzu:er wird den Ausgang der Untersuchung ruhig abwarten."

Hochedler Herr Stadtdirector," sagte der Stockmeistcr,das ist, mit Dero Wohlnehmen, eine gefährliche Sache!Entspringt der Mensch über kurz oder lang, wer hat'sauszubadcn, als ich?"

Thut, was wir befehlen," sprach der Hochedlc,sohabt Ihr nichts zu vcrantw orten!"

Der Stockmeistcr verstand den Wink, nnd gab seinemHausgenossen die schönsten Gelegenheiten, den Abschiedhinter der Thüre zu nehmen; aber der Trotzkopf gingnicht von dannen, und der Stadtdirector ärgerte sich vier-zehcn Tage lang jeden Morgen, daß er von der immererwarteten Flucht keine Meldung erhielt.