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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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karp schließen. Er war gleichsam ein Pertincnzstück desHauses.

Seit fünfzig Jahren stand er im Laden zn Fchdingenmit der Wage in der Hand, und er führte sie gcwisser-haftcr, als Themis die ihrige. Er verschenkte mit Willennicht so viel, als ein Sandkorn beträgt; doch ließ erauch am Gewichte der Maaren kein Gran fehlen, undverfuhr ganz ohne Ansehen der Person: das schönste jungeMädchen kaufte bei ihm nicht vvrthcilhafter, als die zahn-lose Alte, die an der Krücke gehinkt kam. Bei dem allenbenahm sich der schlaue Hagestolz gegen die Schönen vonFehdingen so galant, daß sic wirklich glaubten, er thucfür sie ein Ilebriges. Er bctheucrte der Einen, ihre Schön-heit sey von Primasortc; mit einer Andern sprach er vomsteigenden und fallenden Wechselkurs zärtlicher Gesinnun-gen; mit einer Dritten von der Bilanz der Herzen, undso weiter.

Eine ganz andere Sprache führte sein Herr gegen ihn.Monsieur Polykarp, Er ist ein Esel!" war ein gewöhn-liches Kompliment, das ohne besondere Veranlassung ge-macht und ohne merkliche Gcmüthsbewegung ausgenom-men wurde. Polykarp war in solchen Fällen etwas hün-discher Natur: er ließ sich ohne Grund mißhandeln, bliebdennoch treu und ergeben, und das erste halbfreundlicheWort, das er wieder empfing, that ihm so wohl, daß erans der Stelle für seinen Herrn durch ein Feuer gelaufenwäre.