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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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Händen ihrer Mutter und Schwester ausgeblutct hatten.Man wollte der empfindsamen Närrin wie sic bei sol-chen Gelegenheiten genannt wurde dadurch Mordlustcinflößen, daß man ihr von dem Geflügel, das sic nichthatte tödtcn wollen, nichts zu genießen gab; aber sic er-trug diese Strafe ohne Murren, und war bei Salz undBrod sehr mit sich zufrieden, daß sie keine so rohe Seelewar, als ihre Schwester, die sich über die TodeSkrämpfceines sterbenden Thicrcs außer Athcm lachte.

So war Wilhclmine fast iu allen Stücken mit ihrenrauhen und handfesten Verwandten uneins, und wich ih-nen gern aus, weil sie oft hart behandelt wurde, undman ihr jedes zarte Gefühl und jede feine Empfindung,wovon jene ungebildeten Menschen keinen Begriff hatten,als Thorheit und Einfalt anrcchnete. Sie duldete denDruck, unter dem sic lebte, mit stiller Geduld, wenn manihr nur erlaubte, sich mit der Wartung ihrer Blumen zubeschäftigen, und mitunter ein halbes Stündchen zu lesenoder das Klavier zu spielen. Aber auch diese schuldlosenFreuden wurden ihr, wenn böse Launen in der Familieherrschten, theils durch abgeschmackten Spott verkümmert,theils ganz verboten.Blumen," sagte der Vater, habenkeinen soliden Werth; über Büchern liegen nur Mü-ßiggänger; und die Musik ist weiter nichts, als ein dum-mer, verworrener Lärm." Hieraus läßt sich schließen,daß er für Wilhclminens Unterricht in dieser tumultuari-schcn und brodloscn Kunst keinen Heller ausgcgebcn hatte.Er bezahlte für seine Kinder bloß einen Schreib- und Re-chenmeister, und dieser, ein alter, wackerer Schulmann,lehrte Wilhelmincn unentgeldlich von der Tonkunst so viel,als er selbst davon wußte."

Die Reihe dieser Familiengemäldc mag Monsieur Poly-