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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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auf den Fuß gesetzt, keinen Besuch anzunehmcn. Mußteer, als Bevollmächtigter des Grafen Wartstein, jemandvor sich lassen, so bediente er sich dazu eines ganz ödenund leeren Zimmers, wo die hungrigste Neugier keineNahrung fand. Ucbcrdieß war er abschreckend ernst undwortkarg, und au seiner Seite stand immer ein tischhoherHetzhund, der mit leuchtenden Augen alle Bewegungendes Fremden bewachte. Wer hätte da Muth und Lustgehabt, sich auf's Kundschaften zu legen?

Aber Madame Bulling wußte sich zu helfen: sic fülltedurch ihre lebhafte Einbildungskraft die Lücken der Wirk-lichkeit und verbreitete von den Burgleutcn die sonder-barsten Gerüchte.Seht nur den Alten vom Berge!"sagte sic:Zieht er nicht mit seinem großen Hunde wieein Raubcrhanptmann auf? Und ist er auch das ge-rade nicht, so steht er wenigstens mit dem bösen Feindeim Bunde. Woher bekam' er denn sonst alles, was manzum täglichen Leben bedarf? Er kauft ja in unserm Ladenfür keinen Heller! Aber er hat Lieferanten, vor denen derHimmel jeden Christen bewahre! Ein kleines, grauesMännlein, kaum einer Elle hoch, geht bei ihm aus undein, und schleppt um Mitternacht große, große Säcke denBerg hinauf. Das weiß ich von sicherer Hand. Auchhaben mir glaubwürdige Leute erzählt: sie hätten mit ih-ren eigenen Augen einen fliegenden, feurigen Drachen ge-sehen, der, schwer beladen, durch die finstre Nacht dahergezogen und in einen Schornstein des Schlosses hinabge-fahren scp. Das ist wahr, das kann ich mit einem theu-ren Eide beschwören! Und allezeit, wenn der höllische Zahl-meister angekommcn ist, theilt der alte Zaubererwine MengeGeld an Bettlergcsindcl aus. Heh! ist das eine Kunst?