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9.
Jonas und der Stadtdirektor spielen Pantomime.
Herr Schneller hätte sich nun, da mit ihm nichts mehrzu verabhandcln war, füglich hinweg begeben können; ergcrieth aber mit dem Wirth in ein Gespräch über Stadt-und Vorstadtgeschichtcn, und beide fühlten nicht die Un-schicklichkeit, das Zimmer fremder Personen, die bei demelenden Gckra'tsch die längste Weile hatten, zu einem Klatsch-markte zu machen. Franz stand am Fenster, wie auf Na-deln, und ließ die Fähre sammt den nebenher gleitendenKähnen nicht ans den Augen. Sie brachten viel gewöhn-liche Menschen, die ihn nichts angingen, von der Schloß-seite herüber. Endlich sah er eine schlanke weiße Gestalt,von einer breiter» und dnnklern Figur begleitet, am jen-seitigen Ufer erscheinen und ein Fahrzeug besteigen. Istsie's oder nicht? fragte das klopfende Herz die Angen,und sic strengten sich an, ihm zu antworten. Das Fahrzeugkam näher: sie war es, die Erwartete! Franz nahm seineZuflucht zu einem erkünstelten Husten, um die anfsteigendeRöthe seines Gesichts damit zu bemänteln; und die Schüch-ternheit der ersten Liebe drängte ihn einen Schritt vomFenster zurück. Doch blieb er nahe genug, die hcranschif-fcnden Frauenzimmer zu beobachten. Sie gingen, als sicdas feste Land betreten hatten, am Gasthofe vorbei, undder Lauscher bemerkte mit Entzücken, daß die schönen Augendes Mädchens einen scheuen, flüchtigen Blick zu seinenFenstern hinauf schickten. Er verwünschte jetzt doppelt dieunermüdctcn Schwätzer; denn er sehnte sich ins Freie undwollte doch auch durch seinen Ausgang den Direktor nichtbeleidigen. Glücklicher Weise ward Faßmann wegen einer