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geht, verdächtig, und ganz gewiß versieht er sich auch vonIhne» nichts Gutes. Hört er aber, daß Sic abgereistsind, so schläft sein erwachter Verdacht wieder ein, undwir können ruhig schalten und walten." —
Franz hatte wenig Lust zur Reise in die Hauptstadt.Es ward ihm schwer, sich so bald von Fchdingcn zu tren-nen. Dieses Städtchen war seit vier mnd zwanzig Stun-den sein Erdcnhimmel, ungeachtet er schon einige schlimmeGeister, die in der That nicht für Himmelsbürger geltenkvnntcn, darin gefunden hatte, und es sehr wahrscheinlichwar, daß er in der Folge mit noch mehrern dieses Schla-ges in Berührung kommen werde. Aber ihn hätte wohleine geliebte Seele gegen eine ganz verhaßte Welt duld-sam gemacht. — Indessen erschien ihm doch auch, nach kur-zer Ucberlcgung, die unerwünschte Reise dadurch in einembessern Lichte, daß sie den langen Schneckenweg, den erzur Bekanntschaft mit dem edlen Mädchen wandeln mußte,abzukürzcn versprach; und so entschloß er sich, sie des fol-genden Tages anzutrctcn.
Moritz, durch nichts an Fehdingen gefesselt, war um sogeschwinder zur Abreise bereit, da er schon früher den Vor-satz hatte, in einer gewissen Handelsstadt, wo ein großerTheil seines väterlichen Vermögens in der Bank lag, dieseinem Freunde zugesagte Summe selbst zu erheben, undzugleich für ihn einen treuen Ladengehülfcn anfznsnchen;denn Franz, dem cs blos um den Schein und Nameneines Kaufmanns zu thnn war, wollte die kleinlichen Krä-mergeschäste nicht mit eigener Hand betreiben.