Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
 

^ 29 b>-

Er sah ein, daß ihm des Direktors Beistand unentbehrlichwar, und so gcnothdrungen nahm er sich vor, der Leitungdesselben so lange zu folgen, als es mit den Gesetzen derRechtschaffenheit nur irgend verträglich sehn werde.

Schncllers Machwerk, die Bittschrift an den Fürsten,enthielt nichts Anstößiges, und Franz billigte sie Wort fürWort. Nur die hinterher folgende Bcstechungsliste warihm ein Gräuel.Ich wollte," sprach er,die hier vcrzeich-ueten Dukaten lieber einer armen Familie schenken, alssie an habsüchtige Menschen verschleudern, die für ihre Ar-beiten von dem Fürsten besoldet werden, aber manchesGeschäft blos darum erschweren und auf die lange Bankschieben, damit der Wagen ihrer Pflicht geschmiert werdenmuß, wenn er rasch fortrücken soll."

Herr Schneller fühlte sich getroffen; da er aber die Be-schwerlichkeit des Rothwerdcns längst übcrstanden hatte, solächelt' er ruhig und sagte mit Achselzucken:Leben undleben lassen!" Er nahm auch selbst auf der Stelle, un-ter dem Namen eines Honorars für das abgeliefcrte Ma-nuskript, eine gute Wagensalbc an.

Acußerst freundlich rieth er hierauf den jungen Männern,das Handclsgesnch in der Residenz persönlich zu betreiben.Diese Reise, sprach er, werde die Sache ungemein beschleu-nigen, und den Nebenvortheil haben, daß ihr längerer Auf-enthalt in Fchdingcn nicht neue Besorgnisse im Bulling-schen Hause veranlasse.

Der Herr Gevatter hat Recht!" fiel Faßmann ein.Ich verliere freilich dadurch ein Paar wackere Gäste; dochimmerhin, damit nur unser Plänchc» gelinge! Also reisenSic, reisen Sie, meine Herren! Denn Jonas weiß, daßich dahin trachte, ihm den Alleinhandel zu stören: drumist ihm jeder fremde Mensch, der bei mir aus- und ein-