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Lob der Handclschaft, nebst einer Beichte.
Nach einer schlaflosen Nacht, die er sich mit angeneh-men Fantasien verkürzt hatte, machte Franz seinem Freundebekannt: er sep entschlossen, in Fehdingen zu bleiben undsich als Kaufmann zu ctabliren.
Moritz lachte laut auf und nahm die Sache für Scherz;doch Jener versicherte, er habe ganz ernstlich gesprochen.
„Unmöglich !" rief Moritz : „Wie kann ein feuriger jun-ger Mann, der sich bisher mit Poesie, Malerei und an-dern schönen Künsten eifrig beschäftigte, den lahmen Ge-danken fassen, ein Krämer in einer kleinen Landstadt zuwerden?"
„Warum nicht?" erwiedcrte Franz. „Dein wackererVater erzog mich, wie Du weißt, zum Kanfmaun, undalles andere, was ich trieb, war Nebensache."
„Aber Du triebst es mit Lust, und die kaufmännischenGeschäfte mit Unlust."
„Es war jugendliche Thorheit, daß ich die schöne Lauf-bahn, in die mich Dein Vater einleitcte, rauh und dornigfand. Wer ist glücklicher, als der unabhängige Kaufmann?"
„Und wer ist mehr Egoist?" — fiel Moritz ein.
„Das sagst Du?" — rief Franz mit Wärme: „Du,der Sohn eines Kaufmanns, der an Rechtschaffenheit sei-nes Gleichen suchte?"
„Ja, er war ein seltner Biedermann!" erwiederte Mo-ritz: „Aber von ihm, oder einem andern einzelnen Glicdeder Kaufmannschaft red' ich auch nicht, sondern von demvorherrschenden Geiste der Zunft. — Der sorgt und ar-beitet doch in der That nur für sich selbst." —
„Das ist das alte Lied! Der ewig wiederholte unge-
Liunil'cin'S smumtl. Sehr. IX. Bd. 2