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Schwcfcl braucht, muß eine Wafferrcise machen und sechsPfennige Fährgeld bezahlen."
„Wie kommt's aber," fragte Moritz, „daß die beidenStadtseitcn durch keine Brücke verbunden sind?"
„Der leidige Krieg hat uns um diese Wohlthat ge-bracht;" antwortete Faßmann. „Die schone Brücke, diewir hatten, ward angczündet und abgebrannt, um densiegenden Feind aufzuhaltcn; allein er bahnte sich dennocheinen Weg über den Fluß, und entkräftete unfern Fürstenund das ganze Land so sehr, daß wir uns wohl bis anden jüngsten Tag keiner Brücke wieder erfreuen werden.— Diesen Umstand nutzte Jonas, als er um sein Gast-hofsprivilcgium ansnchte. Er stellte vor: cs wären zweiWirthshänser nöthig, weil Reisende, die in der Nacht aufder Bcrgseite anlangtcn, den Fluß nicht passiven könnten,und daher bis zum Anbruch des Tages eines Obdachsentbehren müßten. Dieses Anführen war es hauptsächlich,wodurch er seinen Zweck erreichte; doch derselbe Grundließe sich zu einem Schwerte gegen ihn brauchen, wennsich ein Kaufmann hier ansässig machen wollte."
„Allerdings!" — rief Franz mit einer wunderbarenHeftigkeit, die um so mehr auffiel, da er bisher, still undin sich gekehrt, an dem Gespräche keinen Thcil genom-men hatte.
Da die Flasche eben leer war, begaben sich die Rei-senden in ihr Zimmer. Franz, der keine Neigung zumSprechen hatte, schützte Kopfweh vor, um sich selbst über-lassen zu bleiben. Er trat ans Fenster, und ein mattesLichtflämmchen, das einsam aus dem alten Schlosse leuch-tete, fesselte seine Augen, bis es erlosch.