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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
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Bier für gut und tüchtig erklärt; widrigen Falls mußteder Bürger, der cs nicht kräftig genug gebraut hatte, einbestimmtes Strafgeld erlegen."

Potz Velten! da hätt' ich mittrinken mögen!" rief einervon der Gesellschaft ins allgemeine Gelächter, und dieMeisten fuhren mit der Hand über den Mund, als hättensie den gerühmten Gerstensaft eben genossen.

Jetzt trafen unsere Reisenden mit den Tabakörauchernzusammen und wollten bei ihnen Vorbeigehen.Sch da!"rief der Führer mit der gebieterischen Stimme eines Stra-ßenbcrciters:Kehren die Herren in der Stadt ein?"

Diese Frage, so unerwartet und plump sie auch war,bejahte Moritz mit Höflichkeit und abgezogenem Hute.

Nun, so kann ich einen guten Gasthof Nachweisen;"sagte Jener:einen vortrefflichen Gasthos! Ich bin Be-sitzer desselben und Hab' ihn von Grund aus neu gebaut. Geht, ihr Herren, hinab an den Strom, da findet ihreine Fähre, die bringt euch ans jenseitige Ufer, und nichtweit vom Ankerplätze seht ihr ein goldncs Schiff über derThüre eines großen HauseS; das ist mein Gasthof, dakehret ein! Mein Pachter, der drin wirtschaftet, wird euchgut bedienen."

Nach dieser Anweisung, die er durchaus mit einem rau-hen, befehlenden Tone gab, schritt er fürbaß, und berührteseinen Hut eben so wenig als bei der Anrede.

Wie gefiel dir dieses feine Männchen?" sagte Franz.Hast, du wohl Lust, dein Lcbenlang unter solchen Gesellenzu Hausen?"

Hm!" sprach Moritz:der Herr Gasthofsbesitzcr konntesich freilich artiger betragen; aber er schien doch ein ehr-licher Mann."