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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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wie ein Scidenwurm hier einzuspinncn, dafür dank' ich.Man wird bald gleichgültig gegen Naturschönheiten, dieman täglich vor Augen hat; der Reiz verschwindet; dochdie ehrsamen Kleinstädter mit ihren beschränken Ideen undlangweiligen Geschwätzen behält man am Halse."

Moritz nahm die kleinen Städte in Schutz uud sagtemanches Gute von ihnen. Uebcr diesen Gegenstand strit-ten die Freunde noch, als eine Gesellschaft wohlgekleideterMänner mit dampfenden Tabakspfeifen vom Städtchenher gegangen kam. Den Zug führte, wie der Weisereines Bienenschwarms, eine breite, vollwangigc Gestalt,mit einer gemeinen Gcsichtsbildung, auf welcher sich Roh-heit und Ucbermuth kräftig aussprachcn. Die letztere Tu-gend offenbarte sich sogar in des Mannes kecken, stram-pfenden Schritten, womit er so hastig vorwärts eilte, alswollt' er es seinen Begleitern unmöglich machen, mit ihmin gleicher Linie zu gehen. Sie maßten sich auch dieserEhre nicht an, sondern traten geduldig in seine Fußstapfen,und bejahten und belachten jedes Wort, das er ihnen überdie Achsel zuwarf.

Er entschied eben mit lauter Stimme, die in einer Ent-fernung von ein paar hundert Schritten deutlich zu ver-nehmen war, über den Werth eines gewissen Dorfbiercs,dem sic vcrmuthlich jetzt einen Besuch abstatten wollten.»Ich glaube," sprach er,es hielte die Probe aus, dieman vor alten Zeiten in verschiedenen deutschen Städtenmit jedem neuen Gcbräude Bier anstellte. Wenn es fer-tig war, verfügte sich ein Ausschuß der braubercchtigtenBürgerschaft in die Stadtbrauerei, und setzte sich auf höl-zerne, mit Bier bestrichene Stühle. Blieben nun die Her-ren, wenn sic, nach einem reichlichen Kosttrunk, wiederaufstehen wollten, an den Schemeln kleben, so ward das