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Schauplatz der Geschichte.
Aranz und Moritz, ein paar wackere Jünglinge von Geistund Gcmüth, machten in der Blüthenzeit des Frühlingseine Fußreise, und hatten den Ort ihres Ausflugs schonfünfzig Meilen hinter sich, als sic das Städtchen Fchdin-gen im Schooßc eines anmuthigen Thales vor sich liegensahen. Durch einen stillfluthcnden Strom in zwei gleicheHalsten getheilt, lehnt es sich auf der einen Seite, in derGestalt eines Amphitheaters, an einen grünbewachscnenBerg, und jenseits blicken seine rothen Dächer aus einemWäldchen von Obstbäumen hervor. Den Berggipfel be-deckt die schwarze Steinmasse einer zum Thcil schon inTrümmer zerfallenen Burg, die ein Kreis uralter Eichenwie eine Leibwache umgibt. So ist diese Gegend einerder schönsten Punkte von Deutschland, und sie erschien un-fern Reisenden in doppelter Herrlichkeit, da eben die goldncBeleuchtung eines heitern Abends über ihr schwebte. >,O,sieh dieß Paradies!" rief Moritz: „Hier möcht' ich mireine Hütte bauen und mich um das Amcisengewühl derganzen Welt nicht bekümmern."
„Das Oertchen liegt trefflich;" sagte Franz: „aber mich