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verband, stand der Wiederschcin seines Lehrers, und die Fi-bern desselben hatten sich wie Lautensaiten nur in harmoni-schen Bewegungen geregt. Der arme Blinde, der seinenDahore für seinen Vater ansah, wurde wie eine FlaumfederbloS von seinem kleinsten Hauch gelenkt. Viktor zog oft denKopf des lieben Blinden nahe an sein Gesicht, um die zer-störten Augen zu mustern, ob sie wieder herzustellen wären.Aber ob er gleich mit Schmerzen sah, daß der Unglücklicheunheilbar in der vollen lichten Erde bleibe: so wiederholt'er doch immer die nahe Erforschung, blos um die reizendeliebe Gestalt näher an seinem Auge und an seiner Seele zuhaben.
Emanuel führte am Morgen als Cicerone der Naturseinen Gast durch die Ruinen und Antiken der Erde; dennjeder Baum ist eine ewige Antike. Wie verschieden ist einSpaziergang mit einem frommen Menschen, und einer miteiner gemeinen Weltseele! Die Erde kam ihm heilig vor,erst aus den Händen des Schöpfers entfallen — ihm war,als ging' er in einem über uns hängenden überblümten Pla-neten. Emanuel zeigte ihm Gott und die Liebe überall ab-gespiegelt, aber überall verändert, im Lichte, in den Farben,in der Tonleiter der lebendigen Wesen, in der Blüte undin der Menschenschönheit, in den Freuden der Thiere, in denGedanken der Menschen und in den Kreisen der Welten; —denn entweder ist alles oder nichts sein Schattenbild; — somalt die Sonne ihr Bild auf alle Wesen, groß im Welt-meere, bunt in Thautropfen, klein aufdie Mcnschen-Netzhaut,als Nebensonne in die Wolke, roth auf den Apfel, silbernauf den Strom, siebenfarbig in den fallenden Regen undschimmernd über den ganzen Mond und über ihre Welten.