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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
Entstehung
Seite
278
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Geiste zusammcnklingen, wie zwischen der Tugend und mir,weil beide mich sonst nicht entzücken könnten. Und ist denndieser Einklang, den der Mensch mit der ganzen Schöpfung(nur in verschiedenen Oktaven) macht, nur ein Spiel desEwigen und kein Nachhall einer nähern, größer« Harmonie?"Eben so blickte er oft eine glimmende Kohle so lange an,bis sie ihm zu einer Flammen-Aue sich ausgebreitct hatte,die er, von sanften Phantasien beleuchtet, auf- und nieder-wandeltc ....

Erdulde, Leser, diese blumige Seele; wir wollen beidedenken, daß die Menschen leichter Eine Religion als EinePhilosophie haben können, und daß jedes System sein eignesGewebe des Herzens vorauösetze, und daß das Herz die Knospedes Kopses sei.

Der einzige Umstand schmerzte den beglückten Viktor andiesem Morgen, daß er den schönen Blinden nicht umfassenund fragen durfte:haben wir nicht schon beisammengclcbt,und ist dir meine Stimme nicht so bekannt wie mir deine?"Denn er hielt ihn (wie ich auch) aus mehren Gründen fürden zurückgebliebnen Sohn des Pfarrers Eymann. Da aberDahore darüber schwieg in dessen Hellem lichten Himmelman sonst bis zum kleinsten Nebelstern hinabschauen konnte so fürchtete er, vor diesen frommen Ohren seinem Eidedes Schweigens zu nahe zu reden, wenn er auch nur seinefragenden Vcrmnthungen über den Blinden entdeckte. Die-ser Julius schien nur zwei Wurzeläste seines Wesens zuhaben, deren einer in die Flöte und der andre in seinen Leh-rer ging. Auf seinem Weißen Angesicht, worauf die Trun-kenheit des musikalischen Genies und die Abgezogenheit desträumenden Blinden sich mit einer fast weiblichen Schönheit