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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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rem und still. Er war der größte körperliche Purist, erwusch seinen Körper eien so oft als seine Kleider, und derSchmutz der medizinischen Sprache wurde bis sogar aus Wör-ter, wie z. B. Zahnstocher re., von seiner unbefleckten Zungegemieden. Eien so iliei sein Herz sogar von den bloßenBildern großer Sünden uniesudelt; und diese unwissendeUnschuld, so wie eine Uniekanntschaft mit unfern listigenSitten, machte ihn in drei verschiedenen Augen entweder zumKinde oder zum Mädchen oder zum Engel.

Das Frühstück von Wasser und Früchten die über-haupt seinen ganzen Küchenzettel besetzten rückte strafendunscrm Viktor den Wein und Kaffeesatz vor, womit er dieBlumen seines Geistes, wie irdische, zuweilen düngen mußte.Blumenscherben waren Dahores Dosen und glühten unterdem Lindengrün, das, von zwei zahmen und doch freien Gras-mücken durchhüpft, das lebendige wachsende Deckenstück desZimmers war. Auch seine Seele schien wie ein Bramin vonpoetischen Blumen zu leben und seine Sprache war oft wieseine Sitten indisch, d. h. poetisch. So war überall, wiebei mehren Menschen-Magnaten, eine ausfallende vorherbe-stimmte Harmonie zwischen der äußern Natur und seinemHerzen er fand im Körperlichen leicht die Physiognomiedes Geistigen und umgekehrt er sagte, die Materie istals Gedanke eben so edel und geistig, als irgend ein andererGedanke, und wir stellen uns in ihr doch nur die göttlichenVorstellungen von ihr vor; z. B. unter dem Frühstückvertiefte er sich in den glimmenden Thautropfen in einerLevkose, und spielte durch das Wiegen des Auges das Far-benklavier derselben durch.Es muß sagte er irgendeine Harmonie zwischen diesem Wafferstäubchen und meinem