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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Zu seinen Füßen und an diesem Berge lagerte sich, wieein bekränzter Riese, wie eine versetzte Frühling-Insel, einenglischer Park. Dieser Berg gegen Süden und einer gegenNorden waren zu einer Wiege zusammen gerückt, in der dasstille Dörfchen ruhte, und über welche die Morgen- und dieAbendsonne ihr goldncs Gespinnst hindeckte. In fünf blitzen-den Teichen schwankten fünf dunklere Abendhimmel, und jedeaushüpfende Welle malte sich im darüberschwebendcn Son-nenscuer zum Rubin. Zwei Bäche wateten in veränderlichenEntfernungen, von Rosen und Weiden verdunkelt, über denlangen Wicscngrund, und ein wässerndes Fcucrrad trieb wieein gehendes Herz das vom Abend gcröthete Wasser durchalle grünende Vlumengefäße. Ucberall nickten Blumen, dieseSchmetterlinge unter den Gewächsen auf jedem bemoostenDachstein, aus jedem mürben Stocke, um jedes Fenster wiegtesich eine Blume in ihrem Duft, und spanische Wicken über-zogen mit blauen und rothen Adern einen Garten ohne Zaun.Ein durchsichtiges Wäldchen von goldgrüncn Birken stieg inhohem Gras drüben den nördlichen Berg hinan, auf dessenKuppel fünf hohe Tannen als Ruinen einer gestürzten Wal-dung horsteten.

EmanuelS kleines HauS stand am Ende des Dorfes ineinem Gestrick von Jelängerjelieber und in der Umarmungeines Lindenbaums, der es durchwuchs . . . Sein Herz quollauf:sei gesegnet, stiller Hafen! den eine Seele heiligt, diehier gen Himmel sieht und wartet, um ins Meer der Ewig-keit zu gehen!" Plötzlich warfen die Fenster der Abtei,wo sich Klotilde erzogen hatte, die Flammen des Abendrothsauf ihn und die Sonne ging sanft wie ein Pen nachAmerika und die dünne Nacht legte sich über die Natur