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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Sonnenbild Emanuels, den er heute erreichen sollte, schiensanft und warm und wolkenlos in alle seine Wunden ... DieGestalt seines geliebten Dahore die Gestalt seines geliebtenVaters > die Gestalt seiner verhüllten Mutter und alle ge-liebten Bilder ruhten wie Monde in einer wehmüthigenGruppe über ihm, und diese Wchmuth und der heilige Schwur,tugendhaft zu bleiben und allen Wünschen seines Vaters zugehorchen, wehten seiner entzündeten Brust einigen Trostüber das väterliche Schicksal zu.

Er konnte heute noch die Sonne hinter MaicnthalsKirchthurm untergehen sehen.

Der weite ausgeheiterte Himmel machte ihn weicherder Gedanke, heute an das Herz eines cdeln Menschen zufallen, dessen Seele über diesem blauen Dunstkreis wohnte,machte ihn größer die Hoffnung, von diesem Menschen überdas ganze Leben getröstet zu werden, machte ihn stiller.

Er eilte und sein Eilen zog den wehmütigsten Lauten-zug seiner Seele. Denn er ging nicht über die Sommer-gefilde, sondern die Sommergestlde wandelten vor ihm vor-über eine Landschaft nach der andern, Theater mit Wäl-dern, Theater mit Saaten flogen vorbei neue Hügel stie-gen mit andern Lichtern auf und hoben ihre Wälder empor,und andre sanken mit den ihrigen unter lange Schatten-Steppen liefen zurück vor heranfließendem gelben Sonnen-licht bald strömten Thäler voll Blumen um ihn, bald er-hoben ihn heiße leere Hügel-User der Strom rauschte nahean sein Ohr, und plötzlich blinkten seine Krümmungen ent-fernt über Mohnfelder herüber weiße Straßen und grünePfade begegneten und entflohen ihm, und zogen um die weiteErde volle Dörfer rückten mit glimmenden Fenstern vorbei