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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Tage wurden hm ^und her geschleudert. Sein künftigesLeben drängte sich in ein enges übcrflortcs Bild zusammen,und machte ihn eben so ängstlich darüber, daß er cS lebenmüßte, als wie er es müßte.

Am wehesten that ihm gerade die sinnliche Kleinigkeit,daß sein Vater noch allein und verhüllt in der Insel geblie-ben war. Einmal fiel ihn die Vermuthung an, ob nicht dasmeiste nur dramatische Maschinerie gewesen sei, die sein Va-ter (der in der Jugend ein Tragödiendichter gewesen) ge-braucht habe, um seinem Gelübde der Verschwiegenheit mehrFestigkeit zu geben aber sogleich ekelte ihn seines eigenenHerzens- Warum sind die reinsten Seelen mit einer Mengeekelhafter, giftiger Gedanken gequält, die wie Spinnen anden glänzenden Wänden hinaufkricchen und die sie nur dieMühe todtzudrücken haben? Ach unsre Kriege unterscheidensich nicht ganz von unfern Niederlagen!

ES ist sonderbar, daß er den perspektivischen Ge-danken an KlotildenS Blutverwandtschaft mit Flamin amwenigsten verfolgte.

Wenn der Mensch von der Vernunft keine balsamischenMittel erlangen kann: so fleht er die Hoffnung und die Täu-schung darum an; und beide zertheilen dann gern den Schmerz.So wie heute nach und nach am Himmel durch lichte Fugendaö Blaue durchriß, und wie das Nebelmeer zu hängendenSeen einlief: so gingen auch in Viktors Seele die dunkelnGedanken auseinander. Und als die geschwollncn Wolken-klumpen im weiten Blau zu Flocken eingingen, bis endlichdas blaue Meer alle Nebelbänke verschlang und nichts aufseiner unendlichen Fläche trug, als die heruntcrlodernde Sonne:so reinigte sich auch Viktors Seele von Dünsten, und daö