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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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hielt er die weibliche Verschwiegenheit für größer als unsere wenigstens in wichtigen Dingen und in Sachen geliebter

Männer.-Aber man höre, was der Teufel im letzten

Winter that: mir ist's bedenklich.

Der Lord erhielt einen Brief von der Mutter Flamins,worin sie ihre alten Bitten um eine schnellere Erhebung desgeliebten Kindes, und die Fragen über sein Schicksal imPfarrhaus, wiederholte. Zum Glück machte gerade Klotildeeinen Besuch in St. Lüne und ersparte ihm die Reise nachMaicnthal. Er besuchte den Kammcrhcrrn, um von seinerVorleserin den Brief zu hören. Mit Mühe fand er imZimmer KlotildenS eine unbclauschte Stunde aus. Als ersie endlich hatte, und Klotilde den Brief vorlas, wird diesedurch die Stiefmutter von der Vorlesung weggcrufen. DerLord höret sie sogleich wiederkommcn, den Brief nur dunkel-murmelnd überlesen und leise sagen, sie gehe wieder, kommeaber gleich zurück. Nach einigen Minuten kömmt Klotilde,und da der Lord fragt, warum sie zum zweitenmal fortgc-gangcn, streitet sie das zweite Gehen ab der Lord be-thcuert sic gleichfalls endlich fällt Klotilde auf diebittere Vcrmuthung, ob nicht Matthieu dagcwcsen und mitseiner Theatcrkunst und Kehle, worin alle Menschcnstimmcnsteckten, sie selber nachgcspiclt und travcstirt habe, um unterihrem Krcditiv den wichtigen Brief zu lesen. Ach es warzu viel für die Vcrmuthung, und zu wenig dagegen! Zwarkonnte Matthieu setzt an Flamin, dessen akademische Lauf-bahn eben ausgelaufen war, die Oktoberprobe der Schultcr-dcvise nicht vornehmen; aber er klebe sich doch (schien csnachher Klotilden und dem Lord) mit seinen Laubfroschfüßenan diese gute Seele an, und unter dem Deckmantel der Liebe