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3 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : erstes Heftlein
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Der Lord hatte seinem Sohn den Eid des Schweigensgegen Flamin darum abgesondert, weil dieser aus Rechtschaf-fenheit alle Geheimnisse bewahrte, aber aus Zornhitzc alleverrieth weil er in dieser seine Geburt geltend machenwürde, bloö um sich mit einem Widersacher herumzuschicßcn weil er noch morgen deswegen aus einem Vorfechtermit dem Themis-Schwerte ein Nachfechtcr mit dem Kricgs-dcgcn werden könnte und weil sich überhaupt ein Gehcim-niß gleich der Liebe noch besser unter zwei Teilnehmernbefindet, als unter dreien. Auch glaubte der Lord, aus einemMenschen, dem man Geld gäbe, damit er etwas würde, würdemehr, als aus einem, der etwas wäre, weil er Geld hätte,und der die Münzen für seine Erbschaftwappcn und nichtfür ausgesetzte PreiSmedaillcn künftiger Auslösungen ansähe.

Nach allen diesen Eröffnungen machte der Lord unseremViktor noch eine wichtige, aus die er in der übcreisetcn Lauf-bahn seines künftigen Hoflebcnö immer wie aus eine Warn-tafcl zurückzublicken habe.

Als der Lord vor dem Aschen-Hause seiner Geliebtenerblindete, wurde seine ganze Korrespondenz mit England,mit der Nichte und mit den Lehrern der Fürstcnkinder er-schwert, wenigstens verändert. Er mußte sich die cinlaufcn-den Briefe von einem Freunde vorlcsen lassen, dem er trauenkonnte; er könnt' aber keinem trauen. Allein eine Freundinfand er aus, die den glänzenden Vorzug seines Vertrauensverdiente, und die niemand war, als Klotildc. Er, derseine Geheimnisse nicht wie ein Jüngling verschleuderte, dürft'es dennoch wagen, Klotilden in den Besitz seiner größtenzu setzen, und sic zur Buchhalterin und Vorleserin der Briefeihrer Mutter zu machen, der sogenannten Nichte. Ueberhaupt